Erster deutscher Breeder gewinnt den Autoflower World Cup: BudVoyage schreibt Geschichte
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Ein deutscher Breeder gewinnt erstmals den Autoflower World Cup: Die Sorte Voyager von BudVoyage wurde bei der sechsten Ausgabe des renommierten Wettbewerbs als „Best New Strain 2026" ausgezeichnet. Damit setzte sich die junge deutsche Marke gegen international etablierte Züchter durch, die teilweise seit mehreren Jahrzehnten in der Cannabis-Genetik tätig sind.
Doch was macht diesen Erfolg so besonders – und warum gilt der Autoflower World Cup als einer der wichtigsten Wettbewerbe der Branche?
Der Autoflower World Cup zählt zu den bedeutendsten internationalen Wettbewerben für autoflowering Cannabis-Genetik. Hier werden ausschließlich selbstblühende Sorten bewertet also Genetiken, die unabhängig von der Tageslichtlänge automatisch in die Blüte übergehen.
Jedes Jahr treten Breeder aus verschiedenen Ländern mit ihren neuesten und besten Entwicklungen gegeneinander an. Bewertet werden unter anderem:
Die sechste Ausgabe des Wettbewerbs fand 2026 erstmals nicht im spanischen Barcelona, sondern im Rahmen der Mary Jane in Berlin statt. Dass ausgerechnet dort erstmals ein deutscher Breeder den Titel „Best New Strain" gewinnen konnte, macht den Erfolg umso bedeutender.
Während viele moderne Cannabis-Sorten vor allem über möglichst hohe THC-Gehalte vermarktet werden, verfolgt BudVoyage einen anderen Ansatz.
Die Voyager wurde gezielt auf ein harmonisches Gesamtprofil selektiert. Im Mittelpunkt standen:
Auch der Anbau der Siegermutter unterstreicht diesen Anspruch: Die prämierte Pflanze wurde vom Berliner Living-Soil-Grower Steffen Gehre vollständig biologisch in lebendiger Erde kultiviert. Auf mineralischen Flaschendünger wurde verzichtet – stattdessen kamen lediglich zwei Komposttee-Gaben während der Blüte zum Einsatz.
Hinter der Voyager steht Dr. Tim Rieseberg, Head of Breeding bei BudVoyage. Der promovierte Biologe und Chemiker verfolgt einen wissenschaftlich geprägten Zuchtansatz, bei dem nicht einzelne Rekordwerte, sondern reproduzierbare Eigenschaften im Mittelpunkt stehen.
Die Entwicklung der Sorte begann mit zahlreichen Testgenetiken, die in umfangreichen Vergleichsgrows sowie unter verschiedenen Stressbedingungen geprüft wurden. Erst nachdem Aroma, Wirkung und Anbaueigenschaften gleichermaßen überzeugten, fiel die Wahl auf die spätere Siegessorte Voyager.
Besonders spannend ist dabei Riesebergs Vermutung, dass das außergewöhnliche Aroma der Voyager nicht allein durch klassische Terpene entsteht. Nach seiner Einschätzung tragen zusätzlich sogenannte Flavorants – weitere Aromamoleküle – zum komplexen Gesamtprofil der Sorte bei.
Der wissenschaftliche Ansatz hat auch einen persönlichen Hintergrund. Dr. Rieseberg nutzt Cannabis selbst therapeutisch zur Behandlung chronischer Schmerzen. Daraus entstand der Anspruch, Sorten zu entwickeln, deren Wirkung möglichst konstant und zuverlässig reproduzierbar ist.
"Ich selektiere nicht auf Rekorde, sondern auf eine Wirkung, die reproduzierbar ist. Als Patient weiß ich, wie viel es wert ist, sich auf eine Sorte verlassen zu können."
Die Arbeit von BudVoyage endet nicht im Labor oder Growroom. Die Marke entwickelt eigene Genetiken, führt umfangreiche Phenohunts durch und testet ihre Sorten unter unterschiedlichsten Umweltbedingungen.
Zuletzt arbeitete das Team gemeinsam mit Rootinn in Westmoreland auf Jamaika, einer Region mit hoher Luftfeuchtigkeit, regelmäßigem Regen und starken Temperaturunterschieden. Bedingungen, die jede Genetik auf eine harte Probe stellen und robuste Pflanzen hervorbringen können.
Mit dem Sieg der Voyager gelingt erstmals einem deutschen Breeder der Gewinn des Autoflower World Cups. Zwar konnten deutsche Grower in den vergangenen Jahren bereits einzelne Auszeichnungen erzielen, jedoch noch nie für eine deutsche Seedbank oder Marke.
Über den Sieger entschied eine internationale Fachjury, zu der unter anderem auch der Joint Doctor gehörte, jener Breeder, der als Pionier der ersten Autoflower-Genetik weltweit gilt.
Trotz seines noch jungen Bestehens ist BudVoyage inzwischen in über 300 Gartencentern vertreten und gilt als erster Anbieter weltweit, der gecoatete Cannabissamen entwickelt hat. Mit dem Gewinn des Autoflower World Cups erhält die Marke nun auch internationale Anerkennung für ihre Züchtungsarbeit.
Der Name Voyager steht dabei sinnbildlich für den Anspruch der Marke: neue Wege zu gehen, außergewöhnliche Genetik zu entdecken und Cannabis-Sorten zu entwickeln, die nicht nur leistungsstark, sondern vor allem zuverlässig, aromatisch und reproduzierbar sind.